Mülldeponie in Leimersdorf

Ministerin Lemke muss zum eigentlichen Thema zurückkehren.
Die SPD Grafschaft zeigt sich sehr enttäuscht von der Wirtschaftministerin des Landes
Eveline Lemke. Anstatt klar und eindeutig Stellung gegen die vom Betreiber geplante
Mülldeponie in Leimersdorf zu beziehen, verlagert sie die aktuelle Diskussion auf die Frage,ob die „Aktiven Grafschafter“ ein wirtschaftliches Interesse bei ihrem Engagement gegen dieDeponie verfolgen.Damit stellt sie die Grundsätze der Aktiven Grafschafter infrage, deren erklärtes Ziel es ist, sich für den Erhalt und Schutz von Lebensraum, Natur und Obstplantagen speziell im Umfeld der Leimersdorfer Tongrube einzusetzen. Genau das erwartet die SPD gerade auch von einer grünen Ministerin.

Warum wird ein Nebenschauplatz aufgebaut?
Die Bürgerinitiative hat bei der Gründung die Form einer Gesellschaft des Bürgerlichen
Rechts gewählt, um Sperrgrundstücke aufzukaufen und eine Ausweitung der Tongrube zu verhindern. Wir verstehen nicht, was mit einer solchen Diskussion vom Ministerium bezweckt werden soll. Es gibt nur einen, der ein rein wirtschaftliches Interesse an der Errichtung einer Deponie hat und das sind die Leimersdorfer Tonwerke bzw. die CC Umwelt, die mit der Einlagerung von Fremdmassen in der Tongrube Millionengewinne machen möchte.

Natürlich haben auch die „Aktiven Grafschafter“ einen gewissen wirtschaftlichen Hintergrund für ihr Engagement: Den Wert des Wohneigentums und der Grundstücke aller betroffenen Bürgerinnen und Bürger in und um Leimersdorf zu erhalten und den Fortbestand der Obstplantagen zu sichern. Oder glaubt Frau Lemke wirklich, dass unsere Landwirte ihre Produkte verkaufen können, wenn diese in unmittelbarer Nähe einer Mülldeponie angebaut werden? Glaubt sie wirklich, dass noch jemand ein Haus in Nähe einer Deponie bauen würde oder dort gerne wohnen bleiben möchte?

Solidarischer Bürgereinsatz wird ignoriert.
Es kann doch nicht sein, dass der solidarische Einsatz der „Aktiven Grafschafter“ für die Interessen aller Leimersdorfer Bürger mit den Gewinnmaximierungsabsichten eines Unternehmens aus dem Bereich Müllentsorgung gleichgesetzt wird.
Wir erwarten von der Ministerin, dass sie zum Kern des Themas zurückfindet und vor allem auch dass sie dem zuständigen Landesamt für Geologie und Bergbau in dieser Sache genauer auf die Finger schaut.

Nein_zur_Muelldeponie