Gedenktafel für die Opfer des Holocaust

Am 30. Januar wurde am Rathaus in Ringen die Gedenktafel für die jüdischen Bürger der Grafschaft enthüllt, die Opfer der Nazi-Gewaltherrschaft wurden und in Konzentrationslagern ermordet wurden.

GedenktafelDiese Gedenkstätte wurde vor längerer Zeit von der SPD Ratsfraktion angeregt. Der Gemeinderat hatte dann vor einigen Monaten einstimmig der Gedenktafel  zugestimmt, die nun vom Nierendorfer Künstler Friedhelm Pankowski gestaltet wurde.

Es war den Sozialdemokraten ein besonderes Anliegen, die Gedenktafel an einem Ort der öffentlichen Wahrnehmung zu sehen.  Mit der nun gefundenen Position direkt am Haupteingang des Rathauses wurde diesem Wunsch entsprochen. Auf dieser Tafel werden alle Namen der Opfer dokumentiert.

„Wir gedenken damit der Opfer in würdiger Form und wir mahnen, dass sich solches Unrecht nie wiederholen möge.”

Klarstellung

Im Bericht des GA vom 25./26.1.2014 “Baumfällung erhitzen weiter die Gemüter” bin ich fälschlicherweise als Ortsvorsteher von Nierendorf benannt worden. Das bin ich nicht. Ich bin Mitglied des Nierendorfer Ortsbeirates und Gemeinderatsmitglied.

Weiterhin wurde mir der Vorschlag zugeordnet, ich möchte alle Bäume, die mehr als 40 Zentimeter Umfang haben fällen. Einen solch blödsinnigen Vorschlag würde ich niemals machen und habe ihn auch nicht gemacht, da dies einem komplette Kahlschlag der Bäume nahezu entsprechen würde.

Ich glaube, jeder weiß von mir, dass ich mich seit über acht Jahren für den Erhalt der Nierendorfer Straßenbäume einsetzte. Mehrfach hat sich der Ortsbeirat einstimmig bzw. mit Mehrheit in der Sache Bäume immer gegen einen Kahlschlag von 56 gesunden und Ortsbild prägenden Bäumen ausgesprochen, zuletzt mit einem sinnvollen Kompromissvorschlag.

Die Empfehlungen des Ortsbeirates werden von der Gemeindeverwaltung seit Jahren ignoriert. Vor allem unser Anliegen, endlich der Verpflichtung nachzukommen, die Bäume zu pflegen, wurde und wird nicht entsprochen. So ist man auf den Gedanken gekommen, die Bäume gleich komplett zu entfernen und damit auch das leidige Problem der Baumpflege aus der Welt zu schaffen. Der Meinung der Ortsbeiräte wird nur dann entsprochen, wenn es ins Konzept der Mehrheitsfraktion der CDU passt.

Dass dies allein für Nierendorf 150.000 € kostet und ein Präzedenzfall geschaffen wird, der in der gesamten Grafschaft zu weiteren Baumfällungen führen wird, die uns mehr als 1. Million Euro Steuergelder kosten wird, spielt dabei wohl kaum eine Rolle. Der Kahlschlag in Nierendorf ist ökologischer und ökonomischer Wahnsinn.
Die tatsächlichen und wahren Hintergründe hinter diesem traurigen Schauspiel werden eines Tages an die Öffentlichkeit gelangen. Für die Nierendorfer Bäume kann es dann schon zu spät sein. Der Gemeinderat entscheidet am 30.1. abschließend über ein Ja oder Nein zum Kahlschlag und trifft damit eine weit reichende Entscheidung nicht nur für Nierendorf, sondern für die gesamte Grafschaft.

Ich hoffe, es findet sich doch noch eine Mehrheit der Vernunft , die unsere Straßenbäume auf den Spielstraßen in Nierendorf als erhaltenswert bewertet.

Udo Klein, Mitglied Ortsbeirat Nierendorf