Tongrube: Wirtschaftsweg fast vollständig abgebrochen

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Der Wirtschaftsweg, der ursprünglich einmal 1,5 Meter breit war, ist nun, Ende Sept. 2013, fast vollständig abgebrochen.

SPD Grafschaft richtet Anfrage an Gemeindeverwaltung
Wiederholte Erdabbrüche hatten im Laufe des Jahres dazu geführt, dass der parallel zum Heckweg verlaufende gemeindeeigene Wirtschaftsweg entlang der Leimersdorfer Tongrube abbrach und nun schon seit Monaten aus Sicherheitsgründen für Landwirtschaft und Spaziergänger gesperrt ist. Inzwischen ist der Weg an der Apfelplantage zum überwiegenden Teil komplett eingebrochen und unpassierbar.

Die SPD bewertet den Vorgang als eine
Sachbeschädigung von Gemeindeeigentum und hat denProzess mit Bildern dokumentiert. In einer Anfrage an dieVerwaltung möchte die SPD Fraktion nun von diesererfahren, ob sie Anzeige gegen den Verursacher (in diesem Fall den Tongrubenbetreiber) gestellt hat oder inanderer Form juristisch gegen das von vielen Bürgern als grob fahrlässig empfundene Verhalten vorgegangen wurde. Auch möchten wir gerne wissen, wie und bis wann genau der Wirtschaftsweg wieder instand gesetzt wird, vorausgesetzt dieses wurde von Seiten der Verwaltung bereits verbindlich mit dem Betreiber vereinbart. Mittlerweile wurde auch die anliegende Apfelplantage durch Abrisse in Mitleidenschaft gezogen. Hier fragt die SPD Grafschaft nach, inwieweit die Verwaltung Erkenntnisse über privatrechtliche Reaktionen hat.

“Seit Monaten passiert nichts am abgebrochenen Weg, außer dass sich der Abbruch immer weiter ausweitet – das wundert uns und auch viele Bürger, die uns darauf angesprochen haben. Daher richten wir diese Anfrage an die Verwaltung.”

LKW-Verkehr belastet Oeverich und Niederich

Im Oktober überreichten mir Bürger aus Oeverich eine Petition. Sie zeigten sich besorgt über den extrem angestiegenen LKW-Verkehr in den engen Ortsdurchfahrten. Vor allem bemängeln sie, dass die Großtransporte von und zur Tongrube in Leimersdorf mit zu hoher Geschwindigkeit durch die Ortschaften führen und der LKW-Verkehr von morgens 5.00 Uhr bis in die späten Abendstunden hinein eine extreme Belastung der Anwohner Landskronerstraße / Bellerstraße darstelle. Besonders schlimm seien hierbei neben der hohen Geschwindigkeit die Erschütterungen, die von den Schwertransportern verursacht und in den
Häusern spürbar registriert würden. “Das tägliche private Erdbeben”, so ein Anlieger.

Nach Rücksprache mit der Verwaltung wurde zunächst veranlasst, dass in der Ortsdurchfahrt eine Geschwindigkeits-Messanlage installiert wurde. Die Ergebnisse werden dann ausgewertet. Parallel ist von der Verwaltung ein Prüfantrag an das zuständige Landesamt gestellt worden, ob für den betroffenen Bereich die Einrichtung einer Tempo-30-Zone möglich werde.

Wir nehmen die Sorgen der Anlieger sehr ernst und werden die Bürgerinitiative über die Ergebnisse auf dem Laufenden halten. Gerade durch den vermehrten Abtransport großer Erdmengen aus der Tongrube ist die Belastung in den vergangenen Monaten extrem angestiegen. Diese Erdmengen sollten die Betreiber besser zum Verfüllen der Grube verwenden. Dann ist auch kein Platz mehr für Müll.

Aktuelle Umweltfragen in der Grafschaft

Wir werden uns in der nächsten Zeit mit drei großen Umweltskandalen in der
Grafschaft zu beschäftigen haben:

1. Mülldeponie in Leimersdorf
2. Güllebecken zwischen Vettelhoven und Gelsdorf
3. Fällen von über 50 gesunden Straßenbäumen in Nierendorf und von weiteren Bäumen in anderen Ortschaften der Gemeinde

Die SPD Grafschaft will alle diese Projekte verhindern.